Silvesterknallerei: Wie ihr euer Tier unterstützen könnt

Feuerwerke, Raketen, Batterien, Böller und Wunderkerzen – für viele Menschen gehören sie zum Jahresende an Silvester einfach dazu. Für Tiere bedeuten die lauten Geräusche von Böllern und Raketen und Lichtblitze jedoch erheblichen Stress. Aber nicht nur der optische und akustische Reiz tut den Tieren nicht gut: Auch der Feinstaub der alljährlich freigesetzt wird, ist Gift für die feinen Nasen. Rund 4500 Tonnen sind das am Silvesterabend, um das neue Jahr einzuläuten. Das entspricht mehr als 15 Prozent der jährlichen Emissionen aus dem gesamten Verkehr in Deutschland. Für viele Tiere ist die Silvesternacht also in vielerlei Hinsicht die schlimmste Nacht des ganzen Jahres. Aber wie könnt ihr euer Haustier unterstützen, damit die Nacht weniger stressvoll wird? Wir haben recherchiert und sind bei GEO auf gute Ratschläge gestoßen:

So beruhigst du Hund, Katze & Co. an Silvester

Eine gute Vorbereitung kann helfen, um den Stress für dein Haustier – und damit auch für dich – möglichst gering zu halten. Wohnst du in einem Ballungszentrum und hast nicht die Möglichkeit, mit deinem Haustier über Silvester aufs Land zu flüchten, solltest du folgende Tipps beachten.

Zur Vorbeugung:

  1. Behalte dein Haustier ab dem Nachmittag im Haus. Lass Freigängerkatzen einen Tag vor und nach der Silvesternacht nicht aus dem Haus.
  2. Behalte Sie Hunde beim Spaziergang an der Leine, idealerweise mit Geschirr – auch vor und nach Silvester. Vielerorts liegen Raketenreste und Scherben herum, zudem werden auch nach Silvester vereinzelt Raketen gezündet, welche die Tiere verschrecken.
  3. Vermeide am Silvestertag Spaziergänge durch Innenstädte und Wohngebiete, sondern gehe mit deinem Hund am Vormittag durch die Natur. Dort ist die Gefahr am geringsten, auf zu früh gezündete Silvesterraketen zu treffen.
  4. Biete deinem Haustier einen sicheren Rückzugsort an, der bestenfalls dunkel und möglichst lärmgeschützt ist.
  5. Vogel- und Meerschweinchenkäfige können bei Bedarf mit Tüchern abgedeckt und in möglichst lärmgeschützte Zimmer gestellt werden.
  6. Gestalte deinen Alltag am Silvestertag möglichst normal. Je gewohnter der Tagesablauf ist, desto entspannter und sicherer fühlt sich dein Haustier.
  7. Lass dein Haustier am Silvesterabend nicht alleine. Wenn es an Silvester knallt und das Tier auch noch alleine ist, fühlt es sich schutzlos ausgeliefert.
  8. Achte darauf, dass alle Fenster und Türen geschlossen sind.
  9. Ziehe die Vorhänge zu oder lassen die Rollläden herunter, um Irritationen durch blitzende Lichter zu vermeiden.
  10. Lass, wenn möglich, Musik laufen. Einige Tiere lenkt das von den Knallgeräuschen ab.
  11. Neigt das Haustier zu starken Panikattacken, kann in Absprache mit dem Tierarzt ein Beruhigungsmittel helfen. Besorge bitte rechtzeitig ein entsprechendes Mittel.
  12. Wenn noch nicht geschehen, registriere dein Haustier und lass es chippen, um es im absoluten Notfall mithilfe des Haustierregisters wiederfinden zu können. Befestige einen Anhänger mit Ihrer Telefonnummer am Halsband. Wir haben vor Kurzem bereits einen Beitrag zum Thema Chippen und Registrierung veröffentlicht. Den findest du hier.

was ist zu tun, wenn es akut wird?

Auch hier hat GEO einige gute Tipps auf Lager, die wir mit euch teilen möchten:

  • Denke zunächst an dein eigenes Verhalten und bleibe ruhig. Dein Haustier orientiert sich an dir. Bist du selbst angespannt, überträgt sich das auf das Stressempfinden des Tieres.
  • Hunden hilft es, sich mit dir zu beschäftigen. Spiele zur Ablenkung zum Beispiel mit dem Lieblingsspielzeug.
  • Bestärke dein Haustier nicht in seiner Angst: Übermäßiges Streicheln oder Zureden verunsichert das Tier nur noch mehr.
  • Nimm dein Tier keinesfalls mit nach draußen, sondern lass es in der sicheren Wohnung oder dem sicheren Haus.
  • Dein Haustier weiß am besten, was es in der Stresssituation braucht: Sucht es dein Nähe oder will es sich alleine verkriechen? Lass beides zu.
  • Wird der Stress trotz aller Bemühungen zu groß, verabreiche deinem Tier ein Beruhigungsmittel, wie du es vorher mit dem Tierarzt besprochen haben.

Quelle: www.geo.de