Mikrochips bei Hund und Katz

Immer wieder kommen Hunde und Katzen in unser Tierheim, die entweder gar nicht gechipt oder gechipt, aber nicht registriert, sind.
Dabei sollten sich Tierbesitzer folgenden Satz zu Gemüte führen:

Ein Fundtier kommt ins Tierheim, ein gechiptes und registriertes Tier kommt wieder Nachhause!

Ohne einer Registrierung bei einem zentralen Register nützt der Chip im Tier leider nichts. Bei der Registrierung werden der Chip-Nummer die Daten des Tierhalters zugeordnet. Passiert dies nicht, kann ein Lesegerät zwar die Nummer des Mikrochips ablesen, aber keine Halterdaten zuordnen und der Chip ist somit sinnlos. Es ist ein leider ein weitverbreiteter Irrtum, dass mit dem Einsetzen des Chips auch automatisch eine Registrierung erfolgt. Der Tierarzt setzt den Mikrochip nur ein, um die Registrierung musst du dich als Halter selbst kümmern.

 

welche Vorteile hat ein registrierter Chip?

  • Eindeutige Zuordnung zum Besitzer, wenn dein Tier gefunden wird, denn jede Chipnummer wird weltweit einmalig vergeben
  • Eigentumsnachweis bei Tierdiebstahl
  • Identitätsnachweis für das Tier (so kann man z.B. einfarbige Tiere voneinander unterscheiden, dies ist oftmals sehr schwierig ohne besonderes Merkmal) 
  • schnelle und schmerzfreie Implantierung im Nackenbereich des Tieres
  • ist winzigklein und stört das Tier nicht
  • hält ein Tierleben lang

Wo kann ich mein Haustier registrieren?

  1. TASSO e.V. (kostenlos)
  2. FINDEFIX – Das Haustierregister (kostenlos)
  3. IFTA (kostenpflichtig)

Das größte und bekannteste Register ist wohl TASSO e.V. Es verfügt über eine 24-Stunden-Notruf-Hotline und finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Registrieren kann man sich bequem online und erhält dann seine Unterlagen per Post.

wichtig:

Bitte achtet darauf, dass eure im Register hinterlegten Daten immer aktuell sind, damit ihr auch im Fall eines entlaufenen Hundes oder einer verloren gegangene Katze auch benachrichtigt werden könnt.

Außerdem solltet ihr einmal jährlich beim TIerarzt den Mikrochip auf dessen Funktion prüfen lassen. Das lässt sich natürlich prima mit einem jährlichen Tierarzttermin zum Impfen oder zur Entwurmung verbinden.

Wann sollte man seinen Hund oder seine Katze chippen lassen?

Immer mehr Züchter geben Hundewelpen bereits gechipt an die neuen Besitzer ab (Auch hier ist die Registrierung notwendig!). Große Zuchtvereine haben es ihren Züchtern zur Auflage gemacht, die Welpen gechipt abzugeben. Auch wir im Tierheim geben unsere Tiere gechipt ab.

Übernimmt man jedoch ein Tier, welches nicht gechipt ist, sollte man es nach einer ersten Eingewöhnungszeit von wenigen Tagen beim Tierarzt chippen lassen. Hierfür wird der 12x2mm große Mikrochip (auch „Transponder“ genannt) vom Tierarzt mit einer Spritze unter die Haut an der linken Nackenseite gesetzt. Dies geschieht ohne Narkose, ist ähnlich schmerzhaft wie eine Impfung und dauert ungefähr 10 Sekunden.

Anmelden sollten man sich SOFORT nach Übernahme eines Tieres bzw. SOFORT nachdem der Mikrochip gesetzt wurde. Die Registrierung dauert nur wenige Minuten und kann online durchgeführt werden. Ist der Chip bereits gesetzt, wäre es doch umso ärgerlicher, wenn beim plötzlichen Verlust des Tieres keine Halterdaten hinterlegt wären und das Haustier nicht zugeordnet werden kann.