Illegaler Welpenhandel boomt!

Der Handel mit Hundewelpen boomt – vor allem seit der Corona-Krise und nun zur Weihnachtszeit. Wären Welpen doch ein ganz besonderes Geschenk und welcher Tag wäre dafür geeigneter als Weihnachten, denken sich viele Menschen. (Lest dazu bitte auch unseren Blogartikel: Kein Haustier zu Weihnachten) Aber für viele Händler sind die Welpen eine reine Geldquelle, eine Massenware, die man schnell unter die Leute bringen muss. Tierschutz ist dabei aber ein Fremdwort. „Billig-Welpen“ kommen vor allem aus Osteuropa. Aber wie kannst du helfen, diesen Handel zu unterbinden? In erster Linie: Kaufe bitte niemals ein Tier aus Mitleid und lass dich nicht auf ein vermeintliches Tier-Schnäppchen aus dem Internet oder auf der Straße ein. Besuche seriöse Züchter oder sieh dich im Tierheim um!

die situation in osteuropa:

Man kann schon fast von „Welpenfarmen“ sprechen, in denen Hündinnen zu Gebärmaschinen degradiert werden und deren Sinn nur darin liegt, möglichst oft im Jahr zu gebären. Zusammen mit den Deck-Rüden leben sie zusammengepfercht in fensterlosen Verschlägen, sind oftmals krank und mit allerlei Hormonen vollgepumpt. Gen-Defekte und Krankheiten werden an die Welpen weitergegeben. Diese Welpen sind dann sogenannte „Ausschussware“ und werden ebenso in europäische Länder illegal eingeführt. Den Interessenten werden die Welpen dann als vermeintliche Rasse-Schnäppchen angeboten.

Der illegale Handel ist ein skrupelloses Millionengeschäft auf Kosten der Tiere: Die Welpen sind unterernährt, krank und nicht geimpft, werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und stundenlang eng zusammengepfercht zu ihren europäischen Zielorten gekarrt. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes

Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie die Verbraucherschutzministerien warnen vor dem Kauf illegal gehandelter Welpen, die vor allem aus Osteuropa stammen.

„Die Dunkelziffer beim illegalen Welpenhandel ist hoch. Die zuständigen Vor-Ort-Behörden erfahren in der Regel erst durch Straßenverkehrskontrollen der Polizei oder Hinweise aus der Bevölkerung von derartigen Fällen.“
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

 

Auch wir als Tierheim in Grenznähe und Nahe an der Autobahn BAB A3 sind oftmals Anlaufstelle für beschlagnahmte Hunde, die illegal nach Deutschland eingeführt wurden.

wichtige gesetze und regelungen:

Bei Welpen aus Deutschland ist ein Impfpass mit konkreten Eintragungen erforderlich (erste Impfung gegen Staupe, Parvovirose und andere Infektionskrankheiten in der 8. Lebenswoche, Impfung gegen Tollwut in der 12. Woche). Der junge Hund sollte gechipt sein. Die Länderkennzahl für Deutschland lautet 276. Stammt der Welpe aus einem anderen EU-Land, muss er mit einem EU-Heimtierausweis sowie mit einem tierärztlichen Gesundheitszertifikat ausgestattet sein. Sie dürfen frühestens im Alter von sieben Monaten einreisen. Auch für den Transport gelten einschlägige tierschutzrechtliche Bestimmungen.

Das kostenlose Tierregister Tasso e.V. bietet euch einen Überblick über wichtige Gesetze und Regelungen in Hinblick auf den Kauf eines Tieres aus dem Ausland:

1. Tierheime und Tierschutzorganisationen, die Hunde aus dem Ausland einführen möchten, benötigen eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 S. 1 Ziffer 5 Tierschutzgesetz.

Die Erlaubnis benötigt, wer Wirbeltiere zum Zwecke der Abgabe gegen Entgelt oder sonstige Gegenleistung nach Deutschland verbringt beziehungsweise einführt oder solche Tiere vermitteln will. Auch die in Schutzverträgen verlangte Schutzgebühr stellt eine solche Gegenleistung dar. Wer also Auslandstierschutz betreibt, indem er Tiere zur Vermittlung nach Deutschland verbringt oder Auslandstiere hier vermittelt, benötigt diese Erlaubnis.

2. EU-Heimtierausweis seit 29. Dezember 2014 mit neuen Regeln

Der Tierhalter muss nun seine personenbezogenen Daten mit seiner Unterschrift bestätigen. Im neuen Heimtierausweis müssen zudem die Kontaktinformationen des ausstellenden Tierarztes erfasst und von diesem unterschrieben sein. Sowohl die Seite mit dem Transponder-Nummer-Aufkleber, als auch die Seite, die Aufkleber zu der verabreichten Tollwutimpfung enthält, werden mit einer selbstklebenden Laminierung versiegelt. Zudem muss der ausstellende Tierarzt die Kontaktinformationen des Tierhalters, die Ausweisnummer, die Transponder-Nummer, falls vorhanden die Tätowierung und die Tätowierungsstelle, den Ort der Kennzeichnung, den Zeitpunkt der Anbringung oder des Ablesens für mindestens drei Jahre aufbewahren. Alte Heimtierausweise, die vor dem 29.12.2014 ausgestellt wurden, behalten bis zum Lebensende des Tieres ihre Gültigkeit.

3. Tollwutimpfungspflicht für Welpen für die Einreise nach Deutschland

Seit dem 31. Dezember 2014 dürfen Welpen nur noch mit einer gültigen Tollwutimpfung nach Deutschland eingeführt werden. Da eine Impfung gegen Tollwut erst ab der 12. Lebenswoche möglich ist und der Impfschutz erst 21 Tage nach der Impfung wirksam wird, können Welpen somit erst nach der 15. Lebenswoche nach Deutschland eingeführt werden.

Darüber hinaus benötigt seit August 2014 jeder, der Hunde aus dem Ausland nach Deutschland verbringt, um sie hier gegen Entgelt oder eine sonstige Gegenleistung abzugeben, die Erlaubnis der zuständigen Behörde (Veterinäramt). Dies gilt nicht nur für gewerbliche Händler, sondern auch für Privatpersonen. Lassen Sie sich in jedem Fall die entsprechende Erlaubnis zeigen.

wie erkennst du illegale händler?

  • Illegale Händler bieten zu junge Welpen an, die kaum die Augen öffnen und laufen können. Laut Tierschutz-Hundeverordnung dürfen Welpen erst im Alter von acht bis zwölf Wochen vom Muttertier getrennt werden. Das ist für die Sozialisierung des Tieres enorm wichtig, denn sonst leiden die Hunde später oft unter massiven Verhaltensproblemen.
  • Ein offensichtlich schlechter Gesundheitszustand des Tieres: Schwäche, Lahmen, Augen- und Nasenausfluss. Diese Tiere sind weder entwurmt noch geimpft und überleben selten das erste Jahr.
  • Kennzeichnung durch Mikrochip, Begleitpapiere (Zuchtbuchnummer oder Heimtierausweis) fehlen oder die Dokumente sind unzureichend, falsch oder mit Rechtschreibfehlern ausgefüllt. Die eingetragenen Impfdaten stimmen nicht mit dem angegebenen Alter des Welpen überein. Zuchtpapiere sind nicht inbegriffen und werden extra berechnet.
  • Lass dir ein Gesundheitszeugnis aushändigen. Aussagen wie „Der Hund braucht kein Zeugnis, der ist gesund!“ sind unseriös und sollte zur Alarmbereitschaft führen.
  • Wenn du nicht nach deiner Wohnsituation gefragt wirst, solltest du stutzig werden. Seriöse Züchter möchten sich vorab sicher sein, dass der Welpe in gute Hände kommt.
  • Verdächtig sind auch Angebote von Welpen unterschiedlicher Rassen zu Dumpingpreisen. Seriöse Züchter konzentrieren sich auf eine, höchstens zwei Rassen gleichzeitig.
  • Dubiose Händler liefern Welpen direkt ins Haus oder übergeben sie an öffentlichen Orten, oft durch Mittelsmänner, mit den Tieren im Kofferraum. Nicht selten werden Mischlinge als Rassetiere mit gefälschtem Stammbaum verkauft.

worauf solltest du beim welpenkauf achten?

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung gibt auf seiner Homepage einen guten Leitfaden, worauf geachtet werden soll.

  • Vor Ort beim Züchter kaufen, Keinem Haustierverkauf an einem öffentlichen Platz oder aus dem Kofferraum zustimmen!
  • Ist die Mutterhündin anwesend? Falls nicht, ist dies ein klares Warnsignal, dass du einem illegalen Händler auf den Leim gehst.
  • Mach dir ein Bild davon, wo und wie die Welpen aufwachsen.
  • Frage nach dem Alter des Welpens.
  • Erkundige dich nach dem Gesundheitszustand und verlange Impfnachweise
  • Sind Begleitpapiere vorhanden? (EU-Heimtierausweis, Chip?)
  • Informiere dich über die Zucht!
  • Bestehe auf einen schriftlichen Kaufvertrag!

Ausführliche Infos zu den einzelnen Punkten findest du hier: https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/haus-und-zootiere/illegaler-welpenhandel.html

Weitere Informationen und einen Fragenkatalog mit den passenden Antworten zum Thema illegaler Welpenhandel bietet auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ auf ihrer Homepage: https://www.vier-pfoten.de/ueber-uns/faq/faq-illegaler-welpenhandel

Bundesweiter Warntag am 08.12.2022 um 11 Uhr

Wie euch vielleicht aus dem Fernsehen oder Radio bereits bekannt sein dürfte, findet am Donnerstag den 08.12.2022 um 11 Uhr ein Warntest statt. Dabei werden in ganz Deutschland rund 16.000 Warnsirenen getestet, auch Lautsprecherdurchsagen sollen zum Einsatz kommen.

Was das für dich als Tierhalter bedeutet? Stress für dein Haustier und eine Belastungsprobe für dein Tier und für dich selbst als Halter.

Bei Haustieren wie Hund und Katze können die schallenden Sirenen Stress auslösen. Das Gehör von Tieren ist sehr viel sensibler als das menschliche, informiert auch die Welttierschutz Gesellschaft e. V. “Stressreaktionen, die je nach Tier ganz unterschiedlich ausfallen können, sind mögliche Folgen. Nervöses Herumlaufen, starkes Zittern oder sogar der Impuls zur Flucht zählen dazu”, heißt es auf der Webseite des Vereins. Tierhalter sollten sich daher gut auf den Warntag vorbereiten, um ihre Schützlinge bei möglicher Panik zu beruhigen.

Wie kann ich meinem Haustier den stress ersparen?

Hast du ohnehin ein eher schüchternes, ängstliches und zurückhaltendes Haustier, wäre es gut, wenn du in dieser Zeit sicherstellen kannst, dass dein Haustier nicht alleine zu Hause ist und kannst es mit Streicheleinheiten beruhigen.Geschlossene Fenster und heruntergelassene Rollladen dämpfen die Geräusche ab und ein abgedunkeltes Zimmer sorgt für Entspannung. Ihr könnt auch ruhig Musik oder den Fernseher laufen lassen, denn das kann für eine gewohnte und beruhigende Geräuschkulisse sorgen. Achtet bitte darauf, dass euer Hund oder Katze auch eine Rückzugsmöglichkeit hat!

Als Hundehalter solltest du darauf achten, die Gassi Runde entweder vor oder nach dem Warnalarm durchzuführen. Freigängerkatzen, die gerne am Vormittag auf Tour sind, sollten am 08.Dezember ihre Tour eher auf Nachmittag verlegen.

Auch für Pferde-und Vogelhalter gibt es Tipps!

Pferde, sollten, wenn es geht, in der Zeit von 11.00 bis 11.20 Uhr von der Weide und in den Stall gebracht werden. Für den Zeitraum des Sirenengeheuls sind die Tiere im Stall besser aufgehoben – sofern sich der Stall nicht näher an einer Sirene befindet.

Auch für Kleintiere und Vögel kann der Alarm Stress bedeuten. Hier könnt ihr den Tieren den Stress reduzieren, indem ihr den Käfig oder das Gehege mit Tüchern abdeckt. Bringt die Tiere möglichst in ein ruhiges Zimmer und stellt den Käfig oder das Gehege weit weg vom Fenster.

Ebay Kleinanzeigen verschärft Regeln für Tiere

Habt ihr schon einmal über das Internet nach Haustieren gesucht? Falls ja, seid ihr sicherlich des Öfteren schon auf der Verkaufsplattform Ebay Kleinanzeigen gelandet. Hier gibt es nun einen Schritt in die richtige Richtung in Sachen Tierschutz und greift auch gegen illegalen Tierhandel durch: Ebay verschärft die Richtlinien für den Verkauf und das Gesuch von Tieren. So sollte in Zukunft beachtet werden, dass Welpen zum Zeitpunkt der Abgabe älter als 12 Wochen sein müssen. Wer Tiere verkauft, die jünger sind, braucht dazu eine Erlaubnis der zuständigen Behörden. Darin enthalten: die Erlaubnis zum Züchten und Halten von Tieren sowie eine Handelsgenehmigung. Eine Maßnahme, die dem illegalen Tierhandel entgegenwirken soll.

Vermittlung von tieren im netz:

Bei Ebay Kleinanzeigen werden Haustiere wie Hunde, Katzen und Co vermittelt – aber auch Exoten wie Papageien oder Reptilien haben es schon auf die Plattform geschafft. Hier bieten Züchter und Züchterinnen oder Privatleute Tiere zum Kauf an. Nicht selten tummeln sich aber unter den Verkäufern und Verkäuferinnen schwarze Schafe, die auf Kosten der Tiere Profit herausschlagen wollen. Ebay möchte dies nun unterbinden und um dem kriminellen Treiben auf der Plattform ein Ende zu setzen, führt das Unternehmen nun strengere Regeln im Online-Handel mit Tieren ein. Einige Exoten sollen bald gar nicht mehr verkauft werden dürfen.

EBAY verbietet folgendes:

  • Vermittlung von Deckrüden (zur Leihe)
  • Schenkung von neugeborenen Katzenbabies
  • Tiertausch
  • Verkauf von Welpen und Katzen unter 12 Wochen
  • Handel mit Reptilien wie Schlangen, Schildkröten oder Echsen-Arten und Amphibien.
  • Vögel sollen grundsätzlich nicht mehr zum Verkauf stehen

Langfristiges Ziel: Plattform für Tierheime und geprüfte Tierschutzvereine

Ebay-Kleinanzeigen möchte jedoch nicht gänzlich auf den Handel mit Tieren verzichten: Ziel sei es, Tiere ausschließlich über geprüfte Tierschutzvereine und Tierheime auf der Plattform vermitteln zu lassen. Dafür sollen extra „Premium-Zugänge“ eingerichtet werden, welche die Sichtbarkeit erhöhen und mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Deutsche Tierschutzbund äußert sich kritisch und appelliert, den Online-Handel mit Tieren bei Ebay-Kleinanzeigen gänzlich einzustellen.

Ein Blick am heutigen 4. Dezember zeigt: Man findet nach wie vor noch jede Menge Tiere zum Kauf und als Gesuch angeboten.

Mikrochips bei Hund und Katz

Immer wieder kommen Hunde und Katzen in unser Tierheim, die entweder gar nicht gechipt oder gechipt, aber nicht registriert, sind.
Dabei sollten sich Tierbesitzer folgenden Satz zu Gemüte führen:

Ein Fundtier kommt ins Tierheim, ein gechiptes und registriertes Tier kommt wieder Nachhause!

Ohne einer Registrierung bei einem zentralen Register nützt der Chip im Tier leider nichts. Bei der Registrierung werden der Chip-Nummer die Daten des Tierhalters zugeordnet. Passiert dies nicht, kann ein Lesegerät zwar die Nummer des Mikrochips ablesen, aber keine Halterdaten zuordnen und der Chip ist somit sinnlos. Es ist ein leider ein weitverbreiteter Irrtum, dass mit dem Einsetzen des Chips auch automatisch eine Registrierung erfolgt. Der Tierarzt setzt den Mikrochip nur ein, um die Registrierung musst du dich als Halter selbst kümmern.

 

welche Vorteile hat ein registrierter Chip?

  • Eindeutige Zuordnung zum Besitzer, wenn dein Tier gefunden wird, denn jede Chipnummer wird weltweit einmalig vergeben
  • Eigentumsnachweis bei Tierdiebstahl
  • Identitätsnachweis für das Tier (so kann man z.B. einfarbige Tiere voneinander unterscheiden, dies ist oftmals sehr schwierig ohne besonderes Merkmal) 
  • schnelle und schmerzfreie Implantierung im Nackenbereich des Tieres
  • ist winzigklein und stört das Tier nicht
  • hält ein Tierleben lang

Wo kann ich mein Haustier registrieren?

  1. TASSO e.V. (kostenlos)
  2. FINDEFIX – Das Haustierregister (kostenlos)
  3. IFTA (kostenpflichtig)

Das größte und bekannteste Register ist wohl TASSO e.V. Es verfügt über eine 24-Stunden-Notruf-Hotline und finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Registrieren kann man sich bequem online und erhält dann seine Unterlagen per Post.

wichtig:

Bitte achtet darauf, dass eure im Register hinterlegten Daten immer aktuell sind, damit ihr auch im Fall eines entlaufenen Hundes oder einer verloren gegangene Katze auch benachrichtigt werden könnt.

Außerdem solltet ihr einmal jährlich beim TIerarzt den Mikrochip auf dessen Funktion prüfen lassen. Das lässt sich natürlich prima mit einem jährlichen Tierarzttermin zum Impfen oder zur Entwurmung verbinden.

Wann sollte man seinen Hund oder seine Katze chippen lassen?

Immer mehr Züchter geben Hundewelpen bereits gechipt an die neuen Besitzer ab (Auch hier ist die Registrierung notwendig!). Große Zuchtvereine haben es ihren Züchtern zur Auflage gemacht, die Welpen gechipt abzugeben. Auch wir im Tierheim geben unsere Tiere gechipt ab.

Übernimmt man jedoch ein Tier, welches nicht gechipt ist, sollte man es nach einer ersten Eingewöhnungszeit von wenigen Tagen beim Tierarzt chippen lassen. Hierfür wird der 12x2mm große Mikrochip (auch „Transponder“ genannt) vom Tierarzt mit einer Spritze unter die Haut an der linken Nackenseite gesetzt. Dies geschieht ohne Narkose, ist ähnlich schmerzhaft wie eine Impfung und dauert ungefähr 10 Sekunden.

Anmelden sollten man sich SOFORT nach Übernahme eines Tieres bzw. SOFORT nachdem der Mikrochip gesetzt wurde. Die Registrierung dauert nur wenige Minuten und kann online durchgeführt werden. Ist der Chip bereits gesetzt, wäre es doch umso ärgerlicher, wenn beim plötzlichen Verlust des Tieres keine Halterdaten hinterlegt wären und das Haustier nicht zugeordnet werden kann.

 

Vorurteile gegenüber Tierheimtieren

Leider sehen sich Tierheimtiere immer wieder gewissen Vorurteilen ausgesetzt, die sich in den Köpfen der Gesellschaft eingebrannt haben. „Tierheime haben nur alte und kranke Tiere, die niemand mehr möchte.“ ist zum Beispiel so ein Satz. Das dies Unsinn ist, möchten wir euch gerne mit den folgenden Zeilen zeigen.

 

„das tier wurde abgegeben, weil es krank ist!“

Ja, das kommt vor. Das möchten wir nicht einmal schön reden. Aber es gibt doch auch noch genügend andere Gründe, warum ein Tier im Tierheim abgegeben wurde:

  • Das Herrchen/Frauchen wurde ein Pflegefall und kann sich fortan nicht mehr um das Tier kümmern.
  • Das Herrchen/Frauchen ist verstorben und es gibt niemanden in der Familie oder Nachbarschaft, der dem Tier ein Zuhause geben kann.
  • Das Herrchen/Frauchen kann sich aus finanziellen Gründen das Haustier und die damit verbundenen Futter-und Tierarztkosten nicht mehr leisten.
  • Das Herrchen/Frauchen muss aus beruflichen oder finanziellen Gründen umziehen und im neuen Zuhause ist eine Tierhaltung nicht erlaubt.
  • Das Herrchen/Frauchen wechselt die Arbeitsstelle und/oder arbeitet nun in einer anderen Schicht oder weiter weg von Zuhause. Das Tier wäre die meiste Zeit alleine zuhause.
  • Die Familiensituation ändert sich grundlegend.
  • Es treten bei Herrchen/Frauchen allergische Reaktionen auf.

Wir legen besonders viel Wert auf die Gesundheit unserer Tiere, arbeiten eng mit vier Tierärzten und 2 Tierkliniken im näheren Umkreis zusammen und achten deshalb auf eine exzellente medizinische Versorgung unserer Schützlinge.
Kein Tier wird akut krank vermittelt und abgegeben. Im Gegenteil, unsere Katzen und Hunde werden erst vermittelt, wenn ihre akute medizinische Versorgung abgeschlossen ist und sie aus der anfänglichen Quarantäne entlassen werden können.
Auch erst dann werden die Tiere auf unserer Homepage und auf Facebook als Vermittlungstier veröffentlicht.

Bei größeren gesundheitlichen Problemen, wie beispielsweise Tumoren oder Fehlstellungen von Knochen und Problemen mit den Gelenken weisen wir stets Interessenten darauf hin, dass eine ausgedehnte medizinische Versorgung nach Vermittlung nötig ist oder sein kann.

All unsere Hunde und Katzen sind zum Abgabezeitpunkt meistens schon geimpft, gechippt, entwurmt und falls nötig, gegen Parasiten (Zecken, Flöhe) behandelt – für einen reibungslosen, guten Start in ein neues Zuhause. Auch sind viele unserer Tiere bei Vermittlung kastriert – sollten sie noch zu jung sein, gibt es von uns einen Kastrationsgutschein oben auf.

„Im Tierheim gibt es nur alte tiere!“

Auch das ist falsch. Selbstverständlich gibt es auch ältere Tiere, z.B. wenn ein Tier sein ganzes Leben lang bei einem Halter war und dieser sein Haustier aufgrund gesundheitlichen Problemen oder aufgrund eines Todesfalls abgeben muss.
Wir haben aber auch sehr viele Jungtiere im Tierheim, die zur Vermittlung stehen. Entweder aufgrund eines ungewollten Wurfes oder Welpen, die von der Bundespolizei auf Autobahnen beschlagnahmt werden, weil sie illegal und ohne Papiere nach Deutschland eingeführt werden. Gerade Kitten kommen oft als kompletter Wurf zu uns, weil es die Besitzer „übersehen“, das Muttertier beim Tierarzt kastrieren zu lassen.

„Das Tierheim hat keine Rassetiere zur vermittlung stehend!“

Stimmt nicht. Wir haben regelmäßig Rassekatzen und Rassehunde (z.B. Maine Coon oder Ragdoll Katzen oder z.B. Schäferhunde) zur Vermittlung in unserem Tierheim. Auch kommen private Halter auf uns zu und bitten uns um Vermittlungshilfe, damit den Tieren der Schritt ins Tierheim erspart bleibt und direkt ins neue Zuhause umziehen können.

„die Tiere im Tierheim haben alle verhaltensprobleme und sind nicht sozialisiert.“

Es gibt durchaus Tiere, die mit Verhaltensproblemen ins Tierheim einziehen. Das ist aber nur ein geringer Bruchteil und ist Folge dessen, wenn Tiere von ihrem Halter vernachlässigt, misshandelt, geschlagen, verletzt und die medizinische Versorgung durch den Halter versagt wird. Wir nehmen uns im Tierheim die Zeit, den Hunden und Katzen Ängste zu nehmen und helfen ihnen dabei diese abzubauen und wieder Vertrauen in die Menschen zu fassen. Wir arbeiten auch regelmäßig mit Tiertrainern und Hundeschulen zusammen.

Auch achten wir darauf, dass Vermittlungstiere, die charakterlich zusammenpassen, auch gemeinsam in einem Raum einziehen und dort spielen, rumtollen, kuscheln und schmusen können. Oftmals entwickeln sich bereits bei uns im Tierheim tolle Freundschaften zwischen zwei oder mehreren Tieren, was wir den Interessenten dann auch mitteilen.
Manche Tiere haben Glück und können mit ihrem Tierheimfreund zusammen ins neue Zuhause ziehen, was die Eingewöhnungsphase vielleicht – je nach Charakter der Tiere – erleichtern kann.

Welche vorteile haben dann nun Tierheimtiere?

Jetzt da wir die gängigen VorURteile aus dem Weg geräumt haben, sollten wir auch noch über die Vorteile von Tierheimtieren sprechen, denn davon gibt es tatsächlich eine Menge.

  • Kosten: Bei der Anschaffung fallen die Kosten niedriger aus im Vergleich zum Kauf bei einem Züchter. Du bezahlst eine Gebühr, gemäß der Richtlinien eines Schutzvertrags. Diese Schutzgebühr beträgt bei uns im Tierheim für Hunde 380,00 €, für ausgewachsene Katzen 120,00 € und für Kitten 150,00 €.
    Bei der Abgabe sind alle Tiere geimpft, gechipt, entwurmt und je nach Alter auch kastriert. Katzen werden außerdem noch entfloht und bei jungen Kitten gibt es einen Kastrationsgutschein mit dazu. Bei vielen Hunde kommt auch noch  EU-Pass dazu.
  • Ausgewachsenen Hund oder Katze finden: Wer einen ausgewachsenen oder älteren Hund oder Katze sucht, wird im Tierheim eher fündig. Tierheim-Welpen und Kitten existieren selbstverständlich auch, jedoch finden diese meist schneller ein neues Zuhause als ältere Tiere.
  • Medizinische Betreuung: Die Tiere im Tierheim werden vor ihrer Vermittlung untersucht und sollte es notwendig sein, aufgepäppelt. Du erhältst transparente Informationen aus seriöser Hand. Die meisten Hunde und Katzen sind bereits kastriert oder sterilisiert.
  • Erfahrene Vermittler: Pfleger und Privatpersonen von Pflegestellen aus dem Tierschutz verfügen oft über jahrelange Erfahrung im Umgang mit Hunden und Katzen. Hast du dich eingehend mit allen wichtigen Fragen befasst, können sie bei der Einschätzung helfen, ob du und dein Wunschkandidat zusammenpassen. Zudem liegt ihnen in der Regel viel daran, dass ihre Schützlinge in gute Hände kommen. Sie werden daher bereitwillig zu allem Rede und Antwort stehen und auch dich eingehend unter die Lupe nehmen – das kommt auch dir zugute, schließlich möchtest du mit deinem neuen Partner ein richtig gutes Team werden!

Wundervoller Weihnachtsmarkt im Tierheim Königswiese

Das Pockinger Tierheim Königswiese veranstaltete am Samstag den 19.11. zum ersten Mal einen Weihnachtsmarkt im Tierheim. Den etwa 500 Besucher*innen wurden dabei einige besondere Erlebnisse geboten. Zum Beispiel stand eine abenteuerliche Laternenwanderung mit dem Weihnachtsmann, umrahmt von einer besinnlichen Geschichtsstunde für Groß und Klein auf dem Programm. Auch wenn das Ordnungsamt der Stadt Pocking eine Straßensperrung auf der Straße vor dem Tierheim für unnötig hielt, fand die Laternenwanderung mit mehr als 50 teilnehmenden Personen regen Andrang.

Das festlich dekorierte Katzenhaus stand ebenfalls zur Besichtigung zur Verfügung. Dort wurde eine Bastelstunde für Kinder abgehalten. Die Kinder bekamen vom Weihnachtsmann kleine Präsente überreicht. Zum Kauf wurden meisterhafte Handwerksarbeiten und kunstvolle Weihnachtsdekoration an dem Ständen angeboten. Die angebotenen Kunstwerke wurden von fleißigen Spenderinnen und Spendern gebastelt. Des Weiteren war auch fantastisch für das leibliche Wohl gesorgt, nachdem eine vorzügliche Auswahl von leckeren Speisen und diversen Getränken bereit stand. Besonders großes Interesse herrschte bei der Tombola, die von der Vereinsvorsitzenden Daniela Simmelbauer organisiert wurde. Viele der Preise wurden von den Bad Füssinger Hotels gespendet. Alle Lose waren schon nach zwei Stunden ausverkauft und die Gewinne vergeben. Der Hauptgewinn, ein Hotelgutschein für 2 Personen (Day Spa) wurde vom Hotel Holzapfel gespendet.

Die dritte Vorsitzende des Tierschutzvereins Tierfreunde Pocking e. V., Melanie Krone, war besonders von der guten Zusammenarbeit des Tierheim-Teams überzeugt, das diese Veranstaltung zu einem schönen Erlebnis für alle Tierfreunde machte. Abschließend hielt sie noch fest: Es war ein toller Tag mit tollen Menschen, die ein Herz für Tiere haben.
Der Erlös des Weihnachtsmarktes, der im mittleren 4-stelligen Bereich lag, kommt dem Tierheim zugute.

Bericht & Fotos: Stephanie Pavlicic

Malwettbewerb an der Grundschule Pocking

Liebe Schülerinnen und Schüler der Grundschule Pocking,

Wir, das Tierheim Königswiese, möchten euch die Wartezeit bis Weihnachten mit einem Malwettbewerb versüßen und würden uns freuen, wenn viele von euch mitmachen! Das Motto unseres Malwettbewerbs lautet:

„Mein Haustier feiert Weihnachten“

 Lasst eurer Kreativität und Fantasie freien Lauf und malt uns ein schönes Bild im DINA4 Format. (Das ist so groß wie eine Seite in euren großen Schulheften!) Auch wenn ihr kein Haustier habt, könnt ihr natürlich fleißig drauf los malen!

Euer fertig gemaltes Bild gebt ihr bitte bei eurer Klassenleitung ab
oder bittet eure Eltern es bei uns im Tierheim Königswiese, Königswiese 51 in 94060 Pocking abzugeben.
Der Abgabeschluss eurer Gemälde ist der 15.12.2022. Bilder, die später abgegeben werden, können bei der Auswahl des Siegers nicht mehr berücksichtigt werden!

Ganz wichtig: Bitte vergesst nicht hinten auf das Bild euren Vor-und Nachnamen sowie die Klasse zu schreiben, damit wir wissen, wem das Bild gehört!

Pro Jahrgangsstufe wird es je einen Gewinner oder eine Gewinnerin geben sowie eine/n Schulsieger/in. Den fünf Gewinnern winken großartige Preise, wie z.B. je ein Kinogutschein für die Filmgalerie Bad Füssing sowie je ein Verzehrgutschein bei der Pizzeria Waldcafé in Kirchham.

Hinweis an die Eltern: Mit der Teilnahme stimmen Sie zu, dass im Gewinnfall ein Bild der Sieger mit dem Vornamen Ihres Kindes sowie der Jahrgangsstufe auf unserer Facebookseite, unserer Homepage sowie in der Zeitung veröffentlicht werden darf.

Wir freuen uns auf viele Einsendungen!

Das Team des Tierheims Königswiese

 

 

 

Gefahren in der Adventszeit für Haustiere

Die Vorfreude steigt, nur noch wenige Tage, bis die Adventszeit beginnt: die Tage werden kälter, Plätzchenduft liegt in der Luft und Weihnachtsmärkte sind nach der coronabedingten Pause eine willkommene Abwechslung. Aber gerade in der Adventszeit lauern für Haustiere einige Gefahren, auf die wir euch gerne aufmerksam machen wollen.

Gefahrenquelle 1: Lichterketten und Kabel

Keine Vorweihnachtszeit ohne funkelnde Lichter! Lichterketten und Kabel bedeuten aber auch ein enormes Gefahrenpotenzial für Hunde und Katzen: Vor allem Welpen und Junghunde knabbern und beißen gerne Kabel an, auch Katzen finden Lichterdrähte und Kabel von Lichterketten zum Spielen interessant. Während batteriebetriebene LED-Lichterketten weniger problematisch in Hinblick auf einen Stromschlag sind, ist dies etwas ganz anderes beim Durchbeißen von Kabeln, die an der Steckdose hängen. Nichtsdestotrotz besteht bei beiden, also sowohl bei batterie- als auch strombetriebenen Kabeln das Risiko einer Strangulation beim Spielen.

Achte also bitte darauf, dass du deine Kabel weitestgehend schützt und vor deinen Fellnasen unzugänglich machst. Um deine Lichterketten auch im nächsten Jahr wieder benutzen zu können, nicht zu beschädigen und deine Vierbeiner vor Unfällen zu bewahren, sollten die Lichterketten, Drähte und Kabel zudem möglichst nicht für Hund und Katze erreichbar sein.

Gefahrenquelle 2: Kerzen

Advent, Advent, das Haustier brennt! Das möchten wir uns gar nicht erst vorstellen, aber trotzdem sind Kerzen, ob am Adventskranz oder so auf dem Tisch stehend oder ganz oldschool auf dem Weihnachtsbaum eine weitere Gefahrenquelle für unsere Haustiere. Während der Advents- und Weihnachtszeit verzeichnet die Feuerwehr jährlich über 10.000 Brände – ausgelöst meist durch einen unachtsamen Moment. Und da kommen wieder unsere Fellnasen ins Spiel: Denn auch unsere Haustiere können – auch wenn unabsichtlich – Brände auslösen. Gerade Katzen lieben es, andere Gegenstände zu berühren und zu streifen, oder ungeachtet von Verboten, Dinge vom Tisch zu fegen.
Während sich Katzen häufig an Flamme und Wachs verbrennen, wenn sie unachtsam über Tische und Kommoden schlendern, sind es bei Hunden Verbrennungen, wenn sie unterhalb einer Kerze ruhen und Heißwachs heruntertropft.
Wir raten zu LED-Kerzen, die es auch in Echtwachsoptik gibt.

Gefahrenquelle 3: ätherische öle, duftlampen und räucherstäbchen

Wir finden den Duft super, Katzen jedoch überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wenn es intensiv nach Orangen und Citrus, nach Moschus und Zimt riecht, ist das für unser Tier sehr unangenehm. Nicht selten bekommen Katzen durch das Einatmen langwierige Entzündungen an den Nasenschleimhäuten. Auch bei Duftlampen und Räucherstäbchen besteht das Risiko, dass sich Katzen an den heißen Gegenständen verbrennen und verletzen.

Gefahrenquelle 4: Weihnachtsbaum und Weihnachtsstern

Es ist ein vollkommen natürliches Bedürfnis von Katzen, Gras und andere Kräuter zu fressen. Bei Hauskatzen kann es schnell vorkommen, dass sie auch andere Pflanzen – darunter auch Weihnachtsbäume – anknabbern. Viele Nadelbäume, zum Beispiel Kiefern, enthalten einen für Katzen und Hunde giftigen Stoff, der Durchfall und Übelkeit auslöst. Auch der gerne in der Adventszeit verschenkte Weihnachtsstern birgt Gesundheitsrisiken für Hund und Katze: der weiße Milchsaft, der in allen Pflanzenteilen enthalten ist, ist giftig und kann zu Hautreizungen und Vergiftungserscheinungen wie Zittern, Erbrechen und Taumeln führen. Bitte achtet auch bei Amaryllis, Mistelzweigen, Christdorn, Lilien und Wüstenrose darauf, dass diese Pflanzen für Tiere giftig sind. So nebenbei, wusstet ihr, dass die beliebte Nordmanntanne im Gegensatz zu allen anderen Tannenarten für Katzen ungiftig sind? Und wenn die Katze den Weihnachtsbaum trotzdem als Turngerät umfunktioniert, dann haben wir einen kleinen Tipp für euch: Fast alle Katzen finden den Geruch von Zitrusfrüchten sehr unangenehm. Also hängt einfach ein paar Zitronen oder Orangenscheiben an den Baum. Sieht nicht nur gut aus, sondern riecht auch schön weihnachtlich!

Gefahrenquelle 5: Lametta und Weihnachtskugeln

Katzen lieben funkelnde, sich bewegende Gegenstände. Lametta und Christbaumkugeln sind solche Gegenstände. Durch das Glitzern und der Bewegung im Luftstrom weckt Lametta den Jagdinstinkt der Katzen. Beim Verschlucken von Lametta ist jedoch erhöhte Achtsamkeit geraten: in der Regel kann Lametta laut Tierärzten ohne operativen Eingriff zum kurzfristigen Darmverschluss mit anschließendem Riss des Darms führen. Auch leicht zerbrechliche Glaskugeln können bei Verschlucken zu schwerwiegenden Schnittverletzungen in der Speiseröhre sowie im Magen-Darm-Trakt sowie an den Pfoten führen. Wir raten zu Plastikkugeln und auf Lametta gänzlich zu verzichten und alternativ auch den Weihnachtsbaum mit hölzernen Dekoartikeln oder Strohsternen zu schmücken.

Gefahrenquelle 6: Essensreste, Schokolade und Plätzchen

Bitte achtet unbedingt drauf, dass eure Haustiere nicht unbeaufsichtigt an Essensreste der Speisetafel oder süße Plätzchen kommen. Gerade bei splitternden Geflügelknochen oder Fischgräten besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. Auf keinen Fall sollten Hunde und Katzen gewürzte oder zu süße Speisen bekommen. Zu großer Vorsicht raten wir auch bei Plätzchen und Schokolade. Was für uns Menschen eine willkommene Sünde in der Vorweihnachtszeit ist, kann für unsere Fellnasen mit erheblichen gesundheitlichen Problemen einhergehen: Schokolade ist durch das in Kakao enthaltene Theobromin für Katzen und Hunde sehr gefährlich und kann zum Tod führen. Auch Rosinen und Nüsse, welche oft in Plätzchen, Kuchen und Schokolade enthalten sind, sind für unsere Vierbeiner pures Gift. Auch Bittermandeln, die oft in Kuchen und Plätzchen Verwendung findet, beinhalten die Substanz Amygdalin, bei der während der Verdauung giftige Blausäure freigesetzt wird. Erdnüsse können Allergien auslösen und sollten nicht an Hunde mit Herz- oder Nierenproblemen gegeben werden. bei Pistazien, Walnüssen und anderen Schwarznüssen besteht die Möglichkeit eines Schimmelpilzbefalls, der für Hunde lebensgefährlich sein kann!

Wenn ihr euren Haustieren etwas Besonderes zur Weihnachtszeit in den Napf legen wollt, dann besorgt doch extra auf die Tiere abgestimmten Hunde – oder Katzenkekse im Zoofachhandel eures Vertrauens!

Wir wünschen euch und euren Fellnasen eine schöne Adventszeit!

Kein Haustier zu Weihnachten!

Bald ist es wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür und auf unzähligen Wunschzetteln kleiner Kinder wird sicherlich auch ein Haustier, wie z.B. ein Welpe oder ein Kätzchen stehen. In vielen Fällen geht der Wunsch an Heiligabend in Erfüllung, um die Tochter oder den  Sohn mit freudigen Augen zu sehen. Während sich aber das falsche Spielzeug oder das in der falschen Größe ausgesuchte Kleidungsstück leicht wieder umtauschen lässt, ist das bei einem Haustier nicht der Fall.

Leider können viele Eltern leuchtenden Kinderaugen nur schwer widerstehen und geben dem Wunsch nach einem Haustier unüberlegt nach – vor allem in der Weihnachtszeit. Oft werden dann Hund oder Katze voreilig angeschafft – nicht selten zum Leidwesen des Tieres. Nicht wenige Tiere landen dann, wenn es „lästig“ wird, im Tierheim oder werden herzlos irgendwo ausgesetzt. Gerade bei winterlichen Temperaturen haben Welpen, Kitten und Kleintiere kaum eine Überlebenschance, werden sie nicht rechtzeitig gefunden und versorgt.

Tierheime nach den feiertagen überfüllt

Erfahrungsgemäß verzeichnen Tierheime nach den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr eine regelrechte Rückgabewelle an Tieren. Aus diesem Grund haben mittlerweile viele Tierheime und Zoohandlungen vor und zwischen den Feiertagen eine Vermittlungs- und Verkaufssperre eingeführt. Leider gehen viele Menschen davon aus, jederzeit ein Tier aus dem Tierheim holen zu können. Dass eine ausführliche Beratung notwendig ist, dabei auch auf die individuellen Begebenheiten (z.B. Zeit und Kostenaufwand eines Haustiers) geachtet werden muss und das tierische Familienmitglied auch in die Familie passen muss, wird oft im Vornherein nicht bedacht.

Wichtig zu wissen ist, dass sich ein Tier – ganz egal ob Hund, Katze, Hase oder ein Wellensittich – an seine Bezugsperson bindet und bei einem Besitzerwechsel unnötig leidet, denn das Tier muss sich an eine fremde Umgebung und an einen neuen Tagesablauf gewöhnen, was erheblichen Stress bedeutet. Ein Tier versteht im Gegensatz zu einem Menschen nicht, warum sein Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird und nicht mehr bei seiner Bezugsperson bleiben darf. Muss ein Haustier mehrfach den Halter wechseln, kann es ernsthafte psychische Störungen davontragen.

Wir, das Team vom Tierheim Königswiese, haben uns entschlossen, dass es vom 15.12.2022 bis einschließlich 15.01.2023 einen Vermittlungsstop geben wird. Erst danach werden wieder Tiere in neue Zuhause vermittelt.

Achtung vor Tierhändlern!

Bevor man sich ein Haustier anschafft, muss auch überlegt werden, wo und von wem das Tier gekauft wird. Allen voran Angebote im Internet für Welpen sollten kritisch hinterfragt werden, denn teilweise werden Welpen in Deutschland verkauft, die im Ausland unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet, den Muttertieren frühzeitig entzogen wurden und/oder krank und unterentwickelt sind.

Kauft nicht spontan und informiert euch vorher über das gewünschte Haustier!

Ohne das nötige Vorwissen werden der Zeit- und Kostenaufwand bei Haustieren häufig unterschätzt. Der kleine Welpe, wird vielleicht nicht sofort stubenrein oder muss unerwartet von einem Tierarzt versorgt werden – wenn der Alltag nach den Feiertagen wieder einkehrt, kann das Tier, das unüberlegt gekauft wurde, bald zur Belastung werden und landet wo? Genau im Tierheim.

Um eine Enttäuschung bei allen Beteiligten zu vermeiden, solltet Ihr Euch vor dem Tierkauf umfassend informieren. Wollt ihr einem Hund oder einer Katze ein neues Zuhause geben, möchten wir euch bitten, anstatt den ersten Weg zum Züchter zu gehen, ein Tierheim zu besuchen. Hier warten Hunde und Katzen auf einen Platz in einem langfristigen, neuem Zuhause. Der Vorteil von Tierheimtieren liegt auf der Hand: Sie sind gesundheitlich durchgecheckt, kastriert und gechippt, geimpft und entwurmt und kosten im Vergleich zu Zuchttieren nur eine geringe Schutzgebühr. In unserem Tierheim stehen euch außerdem auch unsere fachkundigen Mitarbeiter gerne bei Fragen oder Unsicherheiten mit ihrer Expertise zur Verfügung.

Wichtige Fragen vor der Anschaffung eines Haustiers:

– Wer ist zuständig für die Pflege, Fütterung und Tierarztfahrten?
– Wohin mit der Fellnase, wenn es in den Urlaub geht, oder was geschieht mit dem Tier im Krankheitsfall (ggf. auch bei einem Pflegefall?)
– Wieviel Zeit muss ich meinem Haustier widmen, damit es glücklich ist und sich wohlfühlt?
– Wie viele Stunden am Tag muss mein Haustier alleine bleiben?
– Ist der Vermieter mit der Tierhaltung einverstanden und liegt eine schriftliche Erlaubnis vom Vermieter vor?
– Welches Budget muss monatlich für unser Haustier eingeplant werden? (Futter, Tierarzt, Zubehör, etc.)
– Hat ein Familienmitglied eine Tierhaarallergie?
– Kann ich meinem Kind vermitteln, dass es sich bei einem Haustier nicht um ein Spielzeug handelt, das zu einem späteren Zeitpunkt wieder weggegeben werden kann?

Verschiedene Alternativen zum Haustierkauf zu Weihnachten:

Eine Alternative zum „lebenden Geschenk“ kann zunächst ein Buch über das gewünschte Haustier sein. Auch bieten wir in unserem Tierheim die Möglichkeit an, unsere Tiere zu besuchen, mit den Hunden Gassi zu gehen und die Katzen zu streicheln, um zu sehen, ob ein Hund oder eine Katze in den Alltag passt.
Auch eine Tierpatenschaft bietet eine schöne Möglichkeit ein Tier zu unterstützen, sollte es aufgrund des Vermieters nicht möglich sein, ein Tier ins Haus zu holen. Mehr Informationen zu unseren Patenschaftsmodellen findet ihr hier: https://tierfreundepocking.de/unterstuetzen/

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Das Spendenpaket kostet dich 30 Euro, zusammen mit der Anifit Tiernahrung Tierhilfe ergibt sich ein Warenwert von mind 64 Euro. Zusätzlich übernimmt die Anifit Tierhilfe die Versandkosten des Paketes.🎁
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Unsere Tiere sagen danke und freuen sich über das tolle Futter.❤🙏❤🙏
Danke an die tolle Anifit Ernährungsberaterin Maria Schenk, mit der wir gerne zusammenarbeiten!
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Tierheim Königswiese
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94060 Pocking
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